Libanon: Neues Video aus Nahr al-Bared Camp
Das anarchistische Filmkollektiv 'a-films' macht auf einen weiteren Kurzfilm aus dem Flüchtlingslager Nahr al-Bared in Nordlibanon aufmerksam.
Die ersten paar Hundert vertriebenen palästinensischen Familien durften im Winter 2007/08 in ihre zerstörten oder beschädigten Häuser am Rande des Flüchtlingslagers Nahr al-Bared zurückkehren. Sie trafen auf eine sehr schwierige Situation. Viele von ihnen verloren ihre Häuser und der grösste Teil ihres Hab und Guts war zerstört oder geplündert worden.
Dieser kurze Video dokumentiert Erlebnisse von Flüchtlingen nach deren Rückkehr ins Camp und ihre Anstrengungen, sich mit ihrer neuen Realität auseinanderzusetzen.
Aus Sicherheitsgründen wurde nur eine anonymisierte Version des Films publiziert. Er kann hier heruntergeladen/angeschaut werden:
http://a-films.blogspot.com/1998/06/video-was-brig-bleibt.html
Auf dem Blog des Video-Kollektivs finden sich zusätzliche Videos aus/über Nahr al-Bared:
http://a-films.blogspot.com
Dieser kurze Video dokumentiert Erlebnisse von Flüchtlingen nach deren Rückkehr ins Camp und ihre Anstrengungen, sich mit ihrer neuen Realität auseinanderzusetzen.
Aus Sicherheitsgründen wurde nur eine anonymisierte Version des Films publiziert. Er kann hier heruntergeladen/angeschaut werden:
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Ergänzungen
Was war da los? Was wird daraus?
Beim Wiederaufbau wird wohl die UNRWA
helfen, die, einmalig in der Welt, für die sich von ca. 700.000 auf ca. 4.000.000 vermehrt habenden Flüchtlinge aus dem heute israelischen Gebiet Stütze zahlt. Andere Vertriebene können nicht auf solche, nun mehr als ein halbes Jahrhundert anhaltende Gaben hoffen: die im Gegenzug ursprünglich etwa 900.000, aus arabischen Gebieten vertriebenen Juden bekamen garnichts...
Im Libanon gibt es 12, insgesamt aber 58 Flüchtlingscamps: Sozialer Sprengstoff. Arbeiten und sich aus der Misere lösen? Geht nicht. Die Staaten, in denen die Flüchtlinge sitzen, wollen sie nicht (außer Jordanien) und lassen sie nicht am Wirtschaftsleben teilhaben: das macht denn auch schön einen nicht unbeträchtlichen, erhofften Druck auf Israel.
Und die Welt zahlt doch auch so, und wenn es mehr und mehr Flüchtlinge werden wegen aus diversen, politisch-religiösen Gründen nicht gewollter Geburtenkontrolle, muss sie den Etat halt vergrößern. Milliarden und Milliarden Dollar bisher.
Da ist denn für die überwiegend aus Jugendlichen bestehende Gesellschaft viel Zeit für Kriegspielen. Wenns mies ausgeht wie im Lager Nahr el Bared und, wie im Film zu sehen, Unschuldige trifft, weil die libanesische Gesellschaft sich mal wieder die Übergriffe der Militanten und/oder Kriminellen (Auslöser des Kleinkrieges war ein Bankraub) unter den gezwungen Arbeitslosen nicht länger gefallen lassen wollte: wen störts.
Hilfe könnte eigentlich nur darin bestehen, dass die UNRWA ihre nun schon 60 Jahre währende und von vor Allem arabischen Ländern befürwortete, aber kaum von ihnen aufgebrachte Unterstützung allmählich einstellt, damit die Staaten, in denen die Camps existieren, deren BewohnerInnen in den Arbeitsprozess zu beteiligen gezwungen sind, was auf Integration hinauslaufen und garantiert die Wirtschaft beleben würde. So aber sind diese bedauernswerten Menschen weiterhin zur Untätigkeit verdammt und müssen schlecht und recht dahinvegetieren. Im Namen der Menschlichkeit, aber ja doch.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
der film ist einfach nur schlecht — langweilig
Raketen- und Mörserangriffe — antifa
Genau — Karl