Berlin-Neukölln: Antira Kundgebung

Roland Ionas Bialke 27.06.2008 23:14 Themen: Antirassismus Gender
Heute, am 27. Juni 2008, fand vor dem Neuköllner Rathaus eine antirassistsiche Kundgebung im Rahmen der "queer and rebell days" statt. Der Themat der Kundgebung war die "bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tötlichen Folgen" mit dem Hauptscbwerpunkt der Situation von Frauen und Kinder in eben diese menschenfeindlichen "Flüchtlingspolitik".
Etwa 80 Personen fanden sich gegen 15 Uhr vor dem Neuköllner Rathaus ein. Die Polizei hielt sich relativ zurück, nur ein Polizeiauto und drei Zivilpolizisten hielten sich in der näheren Umgebung der KundgebungsteilnehmerInnen auf.

Gleich zu beginn bildete eine Sambagruppe mit vielen Trommeln einen Halbkreis und fing an Musik zu machen. Das sorgte für eine sehr gute Aussenwirkung, in der sowieso durch PassantInnen gut besuchten Karl-Mar-Strasse. Sogleich verteilten etliche KundgebungsteilnehmerInnen Flyer an die PassantInnen, welche durch die Musik von ihren Einkaufsbummel abgelenkt wurden. Einige Transparente wurden entrollt auf denen viele Namen standen von Menschen die durch die bundesdeutsche Flüchtlingspolitik umgebracht wurden.

"Durch staatliche Maßnahmen der BRD kamen seit 1993 mindestens 370 Flüchtlinge ums Leben.
Durch rassistische Übergriffe und Brände in Flüchtlingsunterkünften starben 81 Menschen"

Über einen Lautsprecher wurden Redebeiträge mehrsprachig verlesen, unter anderen in deutsch, türkisch, englisch und französisch. Auch durften sich von der rassistischen Flüchtlingspolitik der BRD/EU betroffene Menschen an einen offenen Mikrofon zu Wort melden. Über Ihre Erfahrungen berichten.

Das mehrsprachige Verlesen der Redebeiträge, die lauten Trommeln und die bunten Menschen sorgten dafür, dass sich der eine oder die andere sich für die Kundgebung interessierten und nicht einfach weitergingen. Auf einer riesigen Figur als Transparent war zum Beispiel zu lesen: "Jede Abschiebung ist illegal!" Alles in allem war das eine sehr gute und wirksame Kundgebung. Auch wenn Uns TeilnehmerInnen das stellenweise schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.

Die "queer and rebell days" finden übrigens vom 24. bis 29. Juni 2008 in Berlin statt. Schaut in den Stressfaktor was in den letzten beiden Tagen noch so alles los ist und startet auch was eigenes!

Morgen, am 28.Juni 2008, findet zum Beispiel um 14 Uhr am Hermannplatz in Berlin-Neukölln der "Transgeniale Christopher Street Day" statt. Eine alternative zum nur-partypolitisch gewordenen und kommerziellen CSD.

 http://www.schwarzerkanal.squat.net/veranstaltungen1.html#aractionday
 http://www.stressfaktor.squat.net
 http://www.transgenialercsd.de
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Ergänzungen

queeres Vorbereitungstreffen für Defencedemo

Petra Lustig 28.06.2008 - 10:48




Am Samstag, 05.07.2008 ,11.30 Uhr gibt es auf dem Wagenplatz Schwarzer Kanal, Michaelkirchstr.20, Berlin ein queeres Vorbereitungstreffen und Brunch für die am selben Tag stattfindende Antira-Demo. Wir treffen uns, um gemeinsam Transpis und Schilder für diese Demo für "globales Recht auf Migration - for freedom of movement and de'fencing the nations" zu machen. Materialien sind da. Bringt selber was zum Früchstücken/brunchen mit. Um 13.30 Uhr geht's dann gemeinsam los zum Schloßplatz, wo die Demo um 14.00 Uhr losgeht.
www.schwarzerkanal.squat.net


14.00 Uhr Schlossplatz (Mitte, Nähe Alexanderplatz): Demo
Aufruf:
Der 15. Jahrestag der Grundgesetzänderung ist für uns Anlass, unsere Forderungen lautstark auf die Straße zu bringen. Wir leben im Herzen der Festung Europa und es reicht längst nicht mehr, das deutsche Grundrecht auf Asyl zurückzufordern. Alle Menschen müssen die Möglichkeit haben, vor Verfolgung und Armut zu fliehen. Alle Menschen müssen die Möglichkeit haben, dort zu leben, wo sie es möchten und wie sie möchten. Mit allen Rechten, die dazugehören. "Für ein globales Recht auf Migration - for freedom of movement and de*fencing the nations".
Abschlusskundgebung mit Konzert: "Anarchist Academy" (HipHop aus Lüdenscheid), "Die Ciaoceskos" (Ska-Punk aus Potsdam), Koljah, Tai Phun und NMZS - L'Avantgarde/Anti-Alles-Aktion (HipHop aus Göttingen/Düsseldorf).
15.00 Uhr WB13: Open Air
 http://www.recht-auf-migration.de.vu/

ein bisschen werbung zum thema

werbender 28.06.2008 - 11:59
danke für euer antirassitisches engagement!!!
kommt auch alle zum antira camp in hamburg.

 http://camp08.antira.info/ 16. bis 24. August 2008 in HH

eventuell habt auch ihr berliner/innen dann sommerferien, sofern ihr noch zur schule geht. mit auf dem interessanten programm steht unter anderem eine aktion, bei der der hamburger flughafen menschlich geflutet werden soll.

Bundesweiter Tag ohne Abschiebungen am 30.08.

antifa.sozialbetrug 28.06.2008 - 14:22
KEIN MENSCH IST ILLEGAL Kämpfe um Bleiberecht, gegen rassistische Sondergesetze, gegen Abschiebehaft und Lager, für Legalisierung und soziale Rechte: die antirassistische Bewegung ist vielfältig und aktiv. Und doch sind wir zu oft in Abwehrkämpfen gefangen oder versteifen uns auf Einzelfälle, die die Unmenschlichkeit der Abschiebemaschine besonders drastisch machen

Warum der 30. August?
Der 30. August war schon wiederholt Anlass für bundesweite Proteste (in Deutschland) gegen Abschiebehaft und die tödliche Migrationspolitik. Er steht symbolisch für alle Opfer von Abschiebehaft und Abschiebungen. 1999 starb der Abschiebehäftling Rachid Sbaai in einer Arrestzelle der JVA Büren an einer Rauchvergiftung. Im Jahr 2000 stürzte sich der 28-jährige Altankhou Dagwasoundel beim Versuch, der Abschiebungshaft zu entfliehen, in den Tod. Schon 1983 hatte sich der Asylbewerber Kemal Altun aus Angst vor der Abschiebung aus dem Fenster des Verwaltungsgerichts Berlin zu Tode gestürzt, 1994 starb Kola Bankole nach Gewalteinwirkung durch BGS-Beamte in der Lufthansa-Maschine, mit der er abgeschoben werden sollte.

Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Kampagne gegen Abschiebungen, Knäste und Lager der 30. August 2003 zum Aktionstag erklärt. Darüber hinaus finden seit dem Tod von Rachid Sbaai rund um den 30. August Proteste beim Abschiebegefängnis in Büren statt. Als sich am 02. Sep 2007 mehr als 350 AktivistInnen vor der Haftanstalt in Büren versammelten, probten die Gefangenen drinnen den Aufstand: 60 Häftlinge verweigerten als Akt zivilen Ungehorsams das Essen. In der Folge dieses Hungerstreikes entstand die Idee zu einen "Tag ohne Abschiebungen" am 30. August 2008.
 http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-about223.html

MENSCHENRECHTE
 http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-forum-14.html

Rassistische Vorfälle

Maya 29.06.2008 - 16:11
Eingabe: 29.06.2008 - 11:30 Uhr
Parolen gebrüllt - Männer festgenommen
Mitte
# 1926

Polizeibeamte haben gestern Abend in Tiergarten zwei Männer festgenommen. Sie stehen im Verdacht, gegen 17 Uhr 45 an der Altonaer Straße Ecke Klopstockstraße, Naziparolen gegrölt und den so genannten "Hitlergruß" gezeigt zu haben. Als eine Passantin den 30-Jährigen und seinen 27-jährigen Komplizen zur Rede stellen wollte, griffen sie die Frau an. Die Schläger stießen die 26- Jährige zu Boden. Weitere Zeugen griffen ein, halfen der Frau und alarmierten die Polizei. Die Beamten stellten die beiden Täter. Gegen sie wird nun wegen Körperverletzung und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.


Eingabe: 29.06.2008 - 11:40 Uhr
Volksverhetzung - Verdächtige festgenommen
Pankow
# 1927

Polizeibeamte haben gestern Abend in Prenzlauer Berg eine Frau und zwei Männer wegen des Verdachts der Volksverhetzung festgenommen. Passanten hatten gegen 18 Uhr auf dem Gehweg der Czarnikauer Straße Musik mit fremdenfeindlichen Texten gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten stießen dann bei ihren Ermittlungen auf eine Wohnung in der Driesener Straße, in der die Musik gespielt wurde. Dort stellten sie auch die 18-jährige Mieterin und zwei junge Männer im Alter von 15 und 17 Jahren fest. Außerdem beschlagnahmten die Einsatzkräfte in der Wohnung ein Notebook. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.


Eingabe: 27.06.2008 - 12:20 Uhr
Schwerer Landfriedensbruch - Eine Festnahme
Mitte
# 1916

Nach einem Angriff auf drei Männer im Alter von 27, 34 und 36 Jahren in einem Grill in der Prinzenallee in Gesundbrunnen hat die Polizei in der vergangenen Nacht einen Tatverdächtigen im Alter von 16 Jahren festgenommen. Maßgeblichen Anteil hatten Zeugen, die den 16-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festhielten.
Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten gegen 22 Uhr 30 etwa zehn Jugendliche den Imbiss betreten, mit Messern und Billardqueues das Mobiliar zerstört und mit den Stühlen die Fensterscheiben eingeschlagen. Im weiteren Verlauf attackierten die Angreifer die drei im Imbiss anwesenden Männer. Anschließend flüchteten sie in Richtung Prinzenallee. An der Kreuzung Prinzenallee Ecke Osloer Straße konnte ein 16-jähriger Tatverdächtiger von den alarmierten Polizisten festgenommen werden. Der 36-jährige Inhaber kam mit Schnittverletzungen an der linken Hand zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, die beiden anderen Männer konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Vor dem Imbiss sammelten sich zirka 30 Personen und behinderten die polizeilichen Maßnahmen. Hinzu alarmierte Einsatzkräfte konnten die Lage vor Ort schnell beruhigen. Die Ermittlungen des Polizeilichen Staatschutzes wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung dauern an.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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bildchen — dagewesene

@ dagewesene — µ²

@ (angeblich) dagewesene — inhaltsarm

was ? — elvira

@inhaltsarm — der, der ursprünglich gefragt hat