"Das Bild einer Welt in der Krise"

Ralf Streck 03.07.2008 15:54
Der IWF spricht von einer weltweiten Krise, während die EZB wegen der hohen Inflation die Zinsen anhebt und damit vermutlich die Wirtschaft weiter belastet
Die schlechten Wirtschaftsdaten halten an und nun spricht auch der Internationale Währungsfond (IWF) offen von einer weltweiten Krise wegen steigender Öl- und Nahrungsmittelpreise. Einige Länder "stehen auf der Kippe", sagte der IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn bei der Vorlage einer umfassenden Studie über die Auswirkungen der Preisexplosion. Wegen der hohen Inflationsrate, die in der Eurozone mindestens 4 % erreicht hat, musste die Europäische Zentralbank (EZB) nun doch die Leitzinsen anheben. Doch die Anhebung um 0,25 % ist symbolisch und wird keine Änderung bringen. Die EZB ist weiter mitverantwortlich für die steigende Inflation und ihr spätes und zaghaftes Agieren wird die Volkswirtschaften genau dann belasten, wenn sich im noch stabilen Deutschland der Abschwung andeutet. Spanien driftet erwartungsgemäß in eine tiefe Krise ab, das bei der Arbeitslosigkeit auf den letzten Platz in der EU klettern wird und dort droht eine Rezession.
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Ergänzungen

Kapitalismus und Krisen

autonomi 03.07.2008 - 16:16
Krisen im Kapitalismus sind noch lange keine Krise DES Kapitalismus'. Im Gegenteil: ökonomische Krisen sind im Kapitalismus "normal" (was ja auch ein Kritikpunkt an diesem sein kann). Die Linke sollte sich aber nicht vormachen, nur weil der DowJones ma wieder um 1000 Punkte gefallen ist, steckt der globale Kapitalismus in einer schweren Krise und die kapitalismusbeendende Revolution steht kurz bevor. Darauf muss die Linke selbst Tag für Tag hinarbeiten, das übernimmt "der Kapitalismus" nicht für uns.